Opotiki, eine kleine, verschlafene, von Kiwis und Äpfeln abhängige, sehr traditionelle, Kleinstadt, in der viele Maoris und jetzt auch wir leben und arbeiten.
Wir sind hier schon seit dem 15.03. und haben ein echt tolles Hostel gefunden – das Central Oasis Backpackers. Es ist ein relativ kleines Hostel mit 13 Betten, aber dafür ist hier alles recht persönlich und es entsteht eine sehr enge, fast familiäre Atmosphäre. Das Hostel gehört zwei deutschen Aussteigern, Ute und Volker, die den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. Durch die beiden haben wir auch Arbeit gefunden – bei Riverlock (Kiwipackhouse). Ja, wir sortieren und verpacken eure Kiwis! Also jedes mal wenn ihr eine Kiwi von Zespri in Deutschland seht, ist sie durch unsere Hände gewandert. Ich habe die Kiwis für 1,5 Tage in Kartons gepackt, hab dann aber aus Mangel an Motivation und Lust und auf Grund von extremen Kopfschmerzen, die durch den Maschinenlärm verursacht wurde, die Arbeit wieder hingeschmissen. Merit graded die Kiwis – frei nach dem Motto – Kiwi, Kiwi, Kiwi mit Fleck, die muss raus – was zugegeben sehr anstrengend ist, da man tausende Kiwis hat, die an einem vorbei rollen und die schlechten aussortieren muss. Die Arbeit ist mit 12,5$, also dem Mindestlohn, nicht gerade gut bezahlt, da man aber an 6 Tagen 10h pro Tag arbeitet, kommt man doch innerhalb kurzer Zeit zu viel Geld. Da die Kiwis aber noch nicht groß genug sind und es hier in den letzten Tagen relativ viel geregnet hat wurde die Arbeit für 5 Tage ausgesetzt. Das bedeutete, dass der Grund warum wir so lange hier sind, das Arbeiten, nicht stattfand und wir uns schon aufregten, da immer von Tag zu Tag abgesagt wurde, wir also keine Ausflüge machen konnten. Also gingen wir immer mal einen Cafe trinken, fuhren an den Strand oder relaxten im Hostel. Demnach ist wirklich nicht viel passiert in letzter Zeit.
Ich habe hier aber das schönste Café gefunden, dass ich bisher gesehen habe und den schönsten Strand. Killometer weit, feiner Sand und so gut wie keine Menschen. Das ist für mich immer wieder faszinierend, dass man hier so für sich sein kann. Außerhalb der Städte trifft man kaum auf Menschen und wird nur ab und zu von vorbeilaufenden Menschen freundlich gegrüßt. In Deutschland wären solche Strände mit Sonnenschirmen und Liegen zugebaut, oder riesige Hotelkomplexe würden die Küstenstraße säumen. All das findet man hier nicht. Hier ist die Natur noch größtenteils Natur und die Neuseeländer achten sehr auf ihre Umwelt und schützen und schonen diese mit großer Sorgfalt und Hingabe. Vorbildlich, nicht nur für Deutschland – für die Ganz Welt.
So das wars ersteinmal von mir. Lasst euch überraschen, von wo ihr das nächste Mal von mir hört.